Heidjers Energiespartipps

 

Die Alarmstufe, die die Bundesregierung im Juni ausgerufen hat, ist ein deutliches Signal, dass dringend Energie gespart werden muss. Viele Privathaushalte machen dies bereits und das zeigt Wirkung: Im Mai 2022 wurde laut des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Drittel weniger Gas verbraucht. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass wir gut durch den Winter kommen. Jede eingesparte Kilowattstunde hilft. Heidjers Stadtwerke haben dafür wertvolle Tipps zum Sparen im Alltag zusammengestellt. Damit Sie stets auf dem Laufenden bleiben, finden Sie hier die neuesten Informationen zum Thema Gaskrise, wichtige gesetzliche Regelungen, Hintergründe zur Energieversorgung und häufig gestellte Fragen.

Pressemitteilungen

Wichtige Informationen aus Presse und Gesetz

Stele der Heidjers Stadtwerke mit Bäumen inm Hintergrund
Foto: Heidjers Stadtwerke

Strom und Gas werden zum 1. September 2022 teurer

Die Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt für Energie hat auch für Kunden der Heidjers Stadtwerke Auswirkungen – Energieversorger hilft beim Energiesparen.

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Stele der Heidjers Stadtwerke mit Bäumen inm Hintergrund
Foto: Heidjers Stadtwerke

Heidjers Stadtwerke senken Strompreis

Ab Juli 4,43 Cent günstigerer Arbeitspreis – Wegfall der EEG-Umlage entlastet.

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Stele der Heidjers Stadtwerke mit Bäumen inm Hintergrund
Foto: Heidjers Stadtwerke

Entwicklung am Energiemarkt tangiert auch Heidjers Stadtwerke

Festpreistarif Strom sinkt ab Januar – Erdgas wird teurer – Weltmarkt für fossile Energien spielt verrückt – Kunden des Energieversorgers profitieren von langfristiger Beschaffung.

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Energiespartipps

Gut beraten von Ihren Stadtwerken

Wärme einsparen im Alltag mit einfachen Tipps

Etwa 70 Prozent des Jahresenergieverbrauchs nutzen deutsche Haushalte für die Wärmeversorgung. Damit ist klar: Besonders beim Heizen lässt sich viel Energie einsparen. So sparen kleine Anpassungen im Alltag schon viel Energie. Das macht sich auch in der Geldbörse bemerkbar. Wer die Raumtemperatur um nur ein Grad reduziert, spart bereits sechs Prozent der Heizkosten.

Für Wohnräume, Kinderzimmer und Büroräume sind tagsüber 20 Grad Celsius ausreichend. Im Esszimmer darf es sogar unter 20 Grad sein, ebenso im Schlafzimmer. Circa 16 Grad werden für einen ruhigen Schlaf bei Erwachsenen empfohlen. Wärmer darf es hingegen im Bad sein: 23 Grad empfinden die meisten Menschen als angenehm. Außerdem empfiehlt es sich, nachts und in ungenutzten Räumen die Temperatur herunterzudrehen. Dabei helfen programmierbare Thermostate. Mit ihnen lassen sich rund 10 Prozent der Heizkosten einsparen, ohne dass man daran denken muss.

Stoßlüften und Abdichten vermeiden Energieverluste

Lüften sorgt nicht nur für frische Luft, sondern beseitigt auch überschüssige Feuchtigkeit, die beispielsweise durch Duschen oder Kochen entsteht. Besonders gut gelingt der Luftaustausch durch Stoß- oder Querlüften, weniger nützlich sind gekippte Fenster. Das gilt vor allem für den Winter, denn ein gekipptes Fenster kann an einem kalten Tag bis zu einem Liter Dieselheizöl kosten. Deshalb ist es besser, während der Heizperiode die Fenster nie zu kippen, sondern mehrmals am Tag stoßzulüften. Das heißt, mindestens zwei Fenster werden fünf bis zehn Minuten lang geöffnet, damit ein Durchzug entsteht.

Viel Energie geht zudem durch fehlende Dämmungen und Abdichtungen verloren. Um dem entgegenzuwirken und Wärme besser in den Räumen zu halten, helfen ein paar einfache Handgriffe. Türen und Fenster können mit selbstklebenden Dichtungsbändern aus Schaumstoff, undichte Türschwellen durch das Einsetzen beweglicher Dichtprofile oder Bürstendichtungen abgedichtet werden. Auch Heizkörpernischen sollte man isolieren, falls die Außenwand zu dünn ist.

Regelmäßiges Entlüften der Heizung fördert die Wärmeleistung

Der fachmännisch durchgeführte hydraulische Abgleich bei Heizungssystemen ist wichtig. Er sorgt dafür, dass in allen Heizkörpern die gleiche Menge Wasser vorhanden ist. So kann die Wärme ungehindert und je nach Bedarf in die einzelnen Räume geleitet werden. Wird er regelmäßig durchgeführt, kann damit die Vorlauftemperatur der Heizungssysteme und damit der Energieverbrauch gesenkt werden. Es empfiehlt sich, Heizungen einmal pro Jahr von einem Installateur prüfen zu lassen.

Kleinere Wartungen wie das Entlüften können hingegen auch einfach selbst durchgeführt werden. Gluckernde Heizkörper sind zum Beispiel ein Zeichen für eine ungleichmäßige Wärmeverteilung durch Luft. Hier kann schnell Abhilfe geschaffen werden. Einfach mit einem Spezialschlüssel langsam das Entlüftungsventil aufdrehen und die Luft entweichen lassen. Sobald Wasser austritt, das Ventil wieder schließen. Regelmäßiges Entlüften von Heizkörpern kann den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent senken. Und nicht vergessen: Auch Heizkörper sollten regelmäßig entstaubt werden, damit sie ohne Verlust heizen können.

Umwälzpumpe frisst im Sommer unnötig Strom

Nicht nur die Wärmebereitstellung frisst Energie, sondern auch Geräte, die im Hintergrund mitlaufen brauchen viel Energie. So auch die Umwälzpumpe bei Heizsystemen. Sie lässt das Heizungswasser zirkulieren und sorgt im Winter dafür, dass alle Räume warmgehalten werden. Was viele nicht wissen: Umwälzpumpen arbeiten zwar immer Sommer nicht, jedoch laufen sie weiter und verbrauchen unnötig Strom. Schalten Sie daher die Pumpe im Sommer aus. Das senkt Stromverbrauch und -kosten erheblich. Bei vielen moderneren Heizungen schaltet sich die Pumpe im Sommer automatisch ab. Auch in der Nacht kann die Umwälzpumpe je nach Heizbedarf ausgeschaltet werden.

Warmwasser als Stromfresser reduzieren

Rund zehn Prozent des jährlichen Energiebedarfs verwenden deutsche Haushalte für die Aufbereitung von Warmwasser. Eine Minute duschen verbraucht so viel Energie, wie einen Haushalt drei Tage lang zu beleuchten. Duscht man nur zwei Minuten weniger, kann man bereits 30 Prozent Energie sparen und gleichzeitig Haut und Haare schonen. Außerdem ist Duschen sparsamer als Baden. Je nach Duschkopf werden pro Duschgang im Schnitt 60 Liter pro 10 Minuten verbraucht, beim Baden durchschnittlich 150 Liter.

Mit Sparduschköpfen und Perlstrahlern spart man zudem bis zu 50 Prozent Wasser und 25 Prozent der Energiekosten. Preiswerter ist ein Durchflussbegrenzer – er sorgt ebenfalls für einen geringeren Wasserdurchlauf und ist mit wenigen Handgriffen zwischen Duschschlauch und Duschkopf geschraubt. Alternativ kann man auch den Wasserhahn nur zur Hälfte aufdrehen und verringert so die Wassermenge.

Wäsche kälter waschen und aufhängen

Vier Prozent des Jahresverbrauchs an Energie benötigen private Haushalte für das Wäschewaschen. Um Strom zu sparen, empfiehlt es sich, leicht verschmutzte Wäsche nur bei 30 Grad Celsius zu waschen. Wer 30 statt 40 Grad Celsius wählt, kann pro Waschgang die Energiekosten um bis zu 40 Prozent senken. Denn die meiste Energie verbrauchen Waschmaschinen, um Wasser zu erhitzen. Nach dem Waschen sollte man bei allen Geräten den Stecker ziehen, so laufen sie nicht unnötig im Stand-by-Modus weiter.

Wäschetrockner sind enorme Stromfresser. Daher lohnt es sich, die nasse Wäsche zum Trocknen aufzuhängen, um Energie zu sparen. Außerdem wird durch die Verdunstung der trocknenden Wäsche die Umgebungstemperatur gesenkt und der Raum an heißen Sommertagen auf natürlichem Weg gekühlt.

Energiesparen in der Küche – Kochen, Backen, Spülen

Der Energieverbrauch ist immer dort am höchsten, wo sich Temperaturen ändern und Wasser verbraucht wird. In der Küche trifft das besonders auf Ofen, Herd und Spüle zu. Hier ein paar einfache Tricks, um Energie zu sparen:

Backen auf Umluft spart im Vergleich zu Ober- und Unterhitze bis zu 40 Prozent Strom. Denn Umluft-Programme heizen gleichmäßiger und verteilen die Luft besser im Ofen. Die Temperatur kann niedriger gewählt werden, die Garzeit verkürzt sich und es können mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen geschoben werden. Auf das Vorheizen kann man unabhängig vom Programm in den meisten Fällen verzichten. Ausnahmen sind empfindliche Backwaren wie Biskuit und Blätterteig. Lässt man beim Backen die Ofentür den gesamten Zeitraum zu, spart man circa ein Drittel der Wärme.

Beim Kochen sollten Pfannen und Töpfe zur Größe der Herdplatte passen, um die Wärme ideal zu leiten. Deckel helfen ebenfalls, unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Kleine Geräte brauchen außerdem weniger Energie als große: Wer Kaffee in der Kaffeemaschine kocht und Wasser mit dem Wasserkocher erhitzt, spart zusätzlich Energie. Tipp: Nudelwasser einfach im Wasserkocher aufkochen und dann erst auf den Herd stellen.

Beim Geschirrreinigen ist eine Spülmaschine die energiesparende Wahl: Für den Handabwasch verbraucht man durchschnittlich 46 Liter Wasser, die erhitzt werden müssen. Eine Spülmaschine kommt mit rund 15 Litern für die gleiche Menge Geschirr aus. Für leichte Verschmutzungen eignen sich Spar- oder Kurzprogramme bei niedrigen Temperaturen.

Kühl- und Gefrierschränken regelmäßig abtauen

Kühlschränke sollten zum Bedarf passen und nicht zu groß sein, denn leer oder nur halb gefüllte Geräte verbrauchen mehr Strom. Für den Neukauf gilt: Ein Single-Haushalt benötigt ungefähr 100 bis 140 Liter Inhalt, bei einer vierköpfigen Familie sollte man mit 50 Litern pro Person rechnen. Wer zusätzlich eine Gefriertruhe oder einen Gefrierschrank im Haus hat, braucht kein zusätzliches Gefrierfach im Kühlschrank. Das erhöht den Energieverbrauch nur um rund ein Drittel. Die ideale Lagertemperatur in Kühlschränken beträgt 5 bis 7 Grad Celsius, bei Gefrierschränken sind es Minus 18 Grad.

Kühl- und Gefrierschränke sollten regelmäßig abgetaut werden, denn bereits eine fünf Millimeter dicke Eisschicht kann zu einem 30 Prozent höheren Stromverbrauch führen. Damit die Geräte nicht so schnell vereisen, sollten die Lebensmittel nur verschlossen aufbewahrt werden und Essensreste erst vollständig abkühlen, bevor man sie in den Kühlschrank stellt. Denn das Gerät muss alles im Innenraum auf sieben Grad herunterkühlen – je wärmer der Inhalt, desto mehr muss es arbeiten, um das Temperaturniveau zu halten.

Elektrogeräte ausschalten und auf dunkel stellen

Die meiste Energie spart man dort, wo keine verbraucht wird. Bei Elektrogeräten signalisiert ein rotes oder grünes Lämpchen den Stand-by-Modus und der verbraucht unnötig Energie. Bei einem Drei-Personen-Haushalt ist er im Schnitt für etwa acht Prozent der Stromrechnung verantwortlich. Deshalb gilt: Stecker raus. Viele unserer Geräte, wie Waschmaschinen oder Mikrowellen müssen nämlich nicht den ganzen Tag ans Stromnetz angeschlossen sein. Tipp: Mit einer ausschaltbaren Steckerleiste kann man gleich mehrere Geräte gleichzeitig vom Netz nehmen.

Auch das WLAN wird meist in der Nacht nicht genutzt und kann abgeschaltet werden. Dafür muss das Gerät nicht komplett vom Strom genommen werden, in den Einstellungen kann man über eine Zeitsteuerung das WLAN einfach deaktivieren.

Auch der „Dark-Mode“ bei Bildschirmen und Smartphones hilft, Strom zu reduzieren. Denn bei LCD-Displays ist der Energieverbrauch von den dargestellten Farben abhängig. Deshalb sollte man auch auf Bildschirmschoner verzichten, denn bei bunten und bewegten Bildern verbrauchen Monitore besonders viel Strom.

Energiesparlampen sorgen für effiziente Beleuchtung

Ein Haus, das mit klassischen Glühbirnen ausgestattet ist, verbraucht im Jahr durchschnittlich 300 Kilowattstunden Strom. Doch klassische Glühbirnen wandeln nur fünf Prozent der eingesetzten Energie in Licht um. Der Rest wird als Wärme in den Raum abgegeben. Daher empfiehlt es sich, auf Energiesparlampen oder besser noch LEDs umzusteigen. Sie verfügen über eine lange Lebensdauer und sparen eine Menge Strom. Mit dieser einfachen Umstellung lassen sich fast 80 Prozent der Beleuchtungsenergie einsparen.

Beim Neukauf von Geräten auf Effizienzklassen achten

Bei der Neuanschaffung von Elektrogeräten helfen ein Label und eine Faustregel: Je neuer ein Gerät, umso höher ist in der Regel seine Energieeffizienz. Das EU-Energielabel zeigt auf jedem Gerät die entsprechende Energieklasse an. Aber aufgepasst seit 2021 sind nicht mehr A++ und A+++ aussagekräftig, die Klassifizierung geht von A bis G. Zur Orientierung: Was früher A+++ war, ist heute meist C. Die meisten Geräte der Spitzenklasse kommen in D, einige schaffen sogar nur E. Wie bei der alten Klassifizierung gibt es aber noch immer die bekannte Farbskala von Dunkelgrün (sehr gut) bis Rot (sehr schlecht). So kann man schnell auf einen Blick erkennen, wie energieeffizient ein Produkt ist.