Stele der Heidjers Stadtwerke mit Bäumen inm Hintergrund
Foto: Heidjers Stadtwerke

Preisbremsen laufen aus – Heidjers Stadtwerke setzen um

Am Freitag, 15. Dezember, hat der Bundesrat entschieden, dass die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme zum 1. Januar 2024 auslaufen und nicht wie ursprünglich geplant bis März verlängert werden. Kundinnen und Kunden der Heidjers Stadtwerke müssen nichts unternehmen. Die Heidjers Stadtwerke nehmen die Änderungen vor und informieren jeden, der davon betroffen ist, mit der Jahresabrechnung über die neuen Abschläge. „Dass so kurzfristig Veränderungen beschlossen werden, die schon zwei Wochen später für Verbraucherinnen und Verbraucher wirksam werden, ist sehr ärgerlich. Als Energieversorger sind wir aber für die Umsetzung zuständig. Uns ist es wichtig, dass wir unsere Kundinnen und Kunden umgehend darüber informieren, was das für sie bedeutet,“ erklärt Felix Schmid, Vertriebsleiter der Heidjers Stadtwerke, und ergänzt: „Einige unserer Preise liegen unter, andere über dem bis zum Jahresende geltenden staatlich festgelegten Preisdeckel. Wer bisher von den Preisbremsen profitiert hat, bezahlt ab 1. Januar den regulären Preis ohne den staatlichen Zuschuss.“ Doch kurz vor den Feiertagen haben die Heidjers Stadtwerke auch noch eine gute Nachricht für ihre Kundschaft: Die sogenannten Netzgelte steigen ab 2024 stark; diese Erhöhung gibt der hiesige Energieversorger aber nicht an seine Kundinnen und Kunden weiter. „Im Netzgebiet der Heidjers Stadtwerke erzeugen wir mehr Strom, als in unserem Stromnetz benötigt wird. Darum sind wir nicht so stark von den steigenden Netzentgelten betroffen und können alle Preise für unsere Kundschaft stabil halten und müssen diese nicht erneut anpassen“, erklärt Felix Schmid. Vergleichbar ist das Netzentgelt mit dem Briefporto; es ist der Preis für die Nutzung des Stromnetzes. Netzbetreiber verwenden das Geld, um das Stromnetz auszubauen und zu sichern. Das Netzentgelt ist Teil des Strompreises und wird auf der Stromrechnung gesondert aufgeführt.

Diskussion um Verlängerung der Preisbremsen und Netzentgelte
Die Idee der Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme war es, die Verbraucher vor den allgemein hohen Energiekosten zu schützen und die Preise durch einen staatlichen Zuschuss zu „deckeln“. Um die Verlängerung der Preisbremsen gab es im Zuge der Haushaltsdebatte und der Neubewertung der Haushaltsplanung lange Diskussionen. Die Gelder für die Preisbremsen stammen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) und dürfen nicht mehr dafür verwendet werden. Auch die Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte war für das Jahr 2024 ursprünglich aus dem WSF geplant, so sollten Privathaushalte und Unternehmen entlastet werden. Da diese Unterstützung nun wegfällt, haben die Betreiber der Stromübertragungsnetze die Entgelte für die Netznutzung zum Jahreswechsel so stark erhöht wie noch nie.

 

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