Gaszähler
Die Anzeige einer Gasuhr in einem Privathaus.

SPD bemängelt Regierungsinformationen zur Gasversorgung

Die SPD im Kieler Landtag ist unzufrieden mit Informationen der Landesregierung zur Situation der Gasversorgung in Schleswig-Holstein. Grund sind die Antworten des Energieministeriums auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Marc Timmer. Die Antworten seien dürftig ausgefallen, sagte Timmer der Deutschen Presse-Agentur. So sei der Bedarf an Gas für Schleswig-Holstein nicht benannt worden.

Das Ministerium habe auch keinen konkreten Nutzen des in Brunsbüttel geplanten Terminals für Flüssiggas (LNG) für das Land dargestellt. «Es wird lediglich davon ausgegangen, dass der Anteil von LNG in Schleswig-Holstein aufgrund der räumlichen Nähe hoch sein werde», kritisierte Timmer. «Eine Aussage, zu welchem Anteil in den nächsten Jahren das in Brunsbüttel angelandete Gas in Schleswig-Holstein verbraucht werden wird, ist nicht möglich», heißt es wörtlich in der Regierungsantwort.

«Die Verunsicherung über die Situation auf dem Gasmarkt ist groß, die steigenden Preise bringen viele Menschen an ihre finanzielle Grenze», erläuterte Timmer. «Wir hätten uns konkretere Zahlen für Schleswig-Holstein gewünscht, um ein klareres Bild über die Versorgungssituation in Schleswig-Holstein zu erhalten.»

Die in Deutschland aktuell geplanten LNG-Terminals könnten einen großen Beitrag leisten, um russische Erdgasimporte zu ersetzen, heißt es weiter in der Regierungsantwort. Weitere Maßnahmen seien aber erforderlich. Hierzu gehöre die Steigerung von Importmengen aus dem europäischen Ausland ebenso wie die Energieeinsparung. «Eine staatliche Zuteilung bestimmter Gasmengen auf bestimmte Bundesländer erfolgt nicht.» Timmer hatte unter anderem gefragt, ob die in Deutschland gebauten Terminals ausreichende Kapazitäten haben werden, um den Bedarf zu decken und ob sichergestellt sei, dass der Bedarf in Schleswig-Holstein gedeckt ist.

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