Reinhard Meyer
Reinhard Meyer (SPD), Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht.

Hilfe für Unternehmer und Selbstständige mit Darlehen

Um die Belastungen von Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern wegen der Energiekrise abzumildern will die Landesregierung Darlehen bereitstellen. «Der Bund richtet seine Unterstützungsmaßnahmen bislang vor allem auf die hohen Energie- und Wärmekosten aus. Wir wollen dort unterstützen, wo es bislang noch zu wenig Hilfe für die Wirtschaft gibt», sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) am Freitag in Schwerin. 10 Millionen Euro sollen dafür im Härtefallfonds des Landes reserviert werden.

Den Angaben zufolge werden Kredite ab 10.000 Euro gewährt, die Obergrenze liege bei maximal der Hälfte des durchschnittlichen Jahresumsatzes. «Diese können flexibel für Betriebsmittel oder Investitionen eingesetzt werden. Auf Wunsch des Unternehmens kann bis zu 12 Monate eine tilgungsfreie Zeit gewährt werden», so Meyer.

Die Hilfen sind besonders für diejenigen bestimmt, die durch die hohen Preise bei Materialien und Rohstoffen betroffen sind. Darüber hinaus gehören auch Probleme in den Lieferketten und sich hieraus ergebende Liquiditätsengpässe dem Ministerium nach zu den Härtefällen, die die Landesregierung adressieren will. Der insgesamt 1,1 Milliarden Euro schwere Energiefonds des Landes soll Lücken in den Hilfsprogrammen der Bundesregierung schließen.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer in Rostock, Klaus-Jürgen Strupp, hatte bereits am Donnerstag mehr Details zu Unternehmenshilfen gefordert und angemahnt: «Die Inanspruchnahme der Gelder muss unbürokratisch erfolgen und rasch möglich sein».

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