FDP-Politiker Birkner
Stefan Birkner spricht mit Medienvertretern nach einer Fraktionssitzung im niedersächsischen Landtag.

Birkner: Längere AKW-Laufzeiten möglich

Der scheidende niedersächsische FDP-Landesvorsitzende Stefan Birkner hält einen Weiterbetrieb der letzten drei deutschen Atomkraftwerke auch über den 15. April hinaus für möglich. «Es ist angesichts der dynamischen Entwicklung der Energiekrise überhaupt nicht ausgemacht, dass die drei deutschen Atomkraftwerke im April kommenden Jahres vom Netz gehen», sagte der Politiker der Tageszeitung «Die Welt» am Dienstag. Es sei ein Fehler, sich an starren Daten festzuhalten, statt belastbare Bedingungen für ein endgültiges Abschalten der Anlagen zu formulieren.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Montag den Weiterbetrieb der Kraftwerke bis zum 15. April entschieden. Damit läuft auch das AKW Emsland weiter. Ursprünglich sollte es zum 31.12.2022 vom Netz gehen.

Die FDP hatte im Niedersachsen-Wahlkampf den vorläufigen Weiterbetrieb auch des Kraftwerks Emsland in Lingen gefordert. Bei der Wahl am 9. Oktober scheiterte die FDP mit 4,7 Prozent der Stimmen an der Fünf-Prozenthürde und zieht nicht wieder in den Landtag ein. Birkner hatte danach seinen Rückzug vom Amt des Landesvorsitzenden angekündigt.

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